Sachbezüge für Mitarbeiter 2022
Januar 2022
Weihnachtsfeier: Tatsächliche Teilnehmerzahl maßgeblich
Dezember 2021
BVerfG-Zinsbeschluss: Finanzverwaltung setzt Zinsfestsetzung ab 2019 aus
November 2021
Steuerzinssatz von 0,5 % pro Monat verfassungswidrig
Oktober 2021
Steuerfreie Veräußerung des häuslichen Arbeitszimmers
September 2021
Der gelbe Brief vom Finanzamt: Was ist zu tun?
August 2021
Besteuerung der Renteneinkünfte
Juli 2021
Überbrückungshilfe III PLUS / Härtefallhilfen – Welche Ausweitung der Förderungen gibt es?
Juni 2021
Drittes Corona-Steuerhilfegesetz
April 2021
Lohnsteuer-Änderungsrichtlinie 2021
Mai 2021
Neustarthilfe für Soloselbständige: Was regeln die neugefassten FAQ?
März 2021
Überbrückungshilfe III – Welche Klarstellungen bringen die FAQ?
Februar 2021

Steuernews für Mandanten

Rückerstattung Schweizer Quellensteuern

Flagge Schweiz

Verrechnungssteuer

Die Schweiz erhebt 35 % Verrechnungssteuer auf Kapitalerträge. Will der Kapitalanleger eine Doppelbesteuerung vermeiden, muss er eine Anrechnung der gezahlten ausländischen Quellensteuern auf die Abgeltungsteuer veranlassen. Betreffend Dividenden aus der Schweiz rechnet der deutsche Staat 15 % auf die Abgeltungsteuer an. Die Differenz, also 20 %, muss sich der Anleger im Rückerstattungsverfahren zurückholen.

Online-Erstattungsformulare

Seit 2020 können Rückerstattungsanträge für die Schweizer Verrechnungssteuer nur noch online über das Onlineportal der Eidgenössischen Steuerverwaltung (www.estv.admin.ch) gestellt werden. Die dazu benötigte Software „Snapform Viewer“ stellt die Schweizer Behörde kostenlos zum Download bereit. Schweizer Depotbanken stellen für deutsche Kunden seit dem letzten Jahr keine ausgefüllten Rückerstattungsformulare, sondern nur noch sogenannte „Tax-Voucher“ zur Verfügung. Der „Tax Voucher“ muss über das Onlineportal als PDF hochgeladen werden. Das Portal generiert anschließend automatisch ein Antragsformular für die Rückerstattung.

Vorlageverfahren bei Wohnsitzfinanzamt

Ganz papierlos funktioniert das neue Verfahren dennoch nicht. Denn der Steuerpflichtige muss das vom Portal generierte Antragsformular zur Rückerstattung ausdrucken und seinem Wohnsitzfinanzamt zur Wohnsitzbestätigung vorlegen. Nach dem Rücklauf des Formulars muss der Kapitalanleger den Antrag im Original auf dem Postweg an die Schweizer Steuerverwaltung schicken.

Stand: 24. Februar 2021

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